Worum es geht
Gewonnen hat nicht, wer am reichsten ist, sondern wer am
Wahltag die meisten Stimmen hat. Geld bringt Stimmen — aber der schnelle Weg zum Geld kostet welche.
Vorbereitung
Jeder bekommt 15.000 € und 3 Bürgergunst. Die Stadtkasse startet bei 0 €.
Der Wahlkalender hat 12 Felder, in der kurzen Partie 8.
Ein Zug
Vor dem Würfeln darfst du bauen, Bauten verkaufen, beleihen, zurückkaufen,
handeln und einmal Bürgergunst kaufen. Dann würfelst du mit zwei Würfeln, ziehst und führst das
Feld aus. Bei einem Pasch würfelst du noch einmal — beim dritten Pasch in Folge geht es sofort
ins Hinterzimmer, und der Zug ist vorbei. Nach dem Feld darfst du erneut bauen, handeln und
beleihen.
LOS
Wer LOS überquert oder betritt, bekommt 2.000 € aus der Bank und
1 Bürgergunst. Danach rückt der Wahlkalender ein Feld vor — bei jeder Passage jedes Spielers
einzeln.
Grundstücke
Auf einem freien Feld darfst du zum aufgedruckten Preis kaufen. Verzichtest
du, kommt das Grundstück sofort zur Versteigerung — und alle bieten mit, du
auch. Startgebot 100 €, Schritte von 100 €. Bietet niemand, bleibt das Feld frei.
Auf fremden Feldern zahlst du Miete. Gehört dem Eigentümer die ganze Gruppe
und ist kein Feld davon beliehen, zahlst du die doppelte Grundmiete.
Verkehrsknoten bringen 250, 500, 1.000 oder 2.000 € — je nachdem, wie viele der Eigentümer hat.
Versorger bringen die Augenzahl mal 40, bei beiden mal 100. Beliehene Grundstücke bringen keine
Miete.
Bauen
Nur auf vollständigen Gruppen, und nur gleichmäßig: kein zweites Bauvorhaben
auf einem Ortsteil, solange ein anderer der Gruppe noch keines hat. Nach dem vierten Bauvorhaben
folgt das Leuchtturmprojekt; es ersetzt die vier und kostet zusätzlich einen Baupreis.
Rückverkauf an die Bank bringt die Hälfte der Baukosten. Bauvorhaben sind nicht begrenzt — es
gibt keinen Häusermangel.
Bürgergunst
Die zweite Währung. Sie fällt nie unter 0 und ist nicht handelbar. Am
Wahltag zählt jede Marke 3 Stimmen. Einmal pro Zug darfst du 1.000 € in die
Stadtkasse zahlen und dafür 1 Bürgergunst nehmen. Den umgekehrten Weg gibt es nicht.
Stadtkasse und Nothaushalt
Alle Steuern, Gebühren und Strafen fließen in die Stadtkasse, nicht an die
Bank. Reicht sie für eine fällige Zahlung nicht, wird ausgezahlt, was da ist — und danach zahlt
jeder Teilnehmer 300 € nach. Wer auf dem Bürgerfest landet, nimmt die halbe Stadtkasse,
abgerundet auf volle 100 €, und 1 Bürgergunst.
Hinterzimmer
Hinein kommt man über Feld 30, über eine Karte oder über den dritten Pasch.
Wer auf Feld 10 landet, ist nur zu Besuch. Wer drin ist, zieht nicht, bekommt aber pro Runde
500 € Sitzungsgeld aus der Stadtkasse, verliert 1 Bürgergunst und nimmt einen Klüngel-Chip.
Mieten kassieren, bauen, beleihen und handeln bleibt erlaubt — das ist Absicht. Raus kommt man
durch Pasch, durch 1.000 € in die Stadtkasse oder mit der Karte „Formfehler in der Satzung“.
Nach der dritten Runde ist die Zahlung Pflicht.
Wer am Ende die meisten Klüngel-Chips hat, trägt die Klüngel-Krone und
verliert 6 Stimmen. Bei Gleichstand verlieren alle Betroffenen je 3.
Ratssitzung
Auf Feld 22 und 36 ziehst du eine Antragskarte. Du darfst sie zurückziehen —
dann passiert nichts. Bringst du sie ein, stimmen alle gleichzeitig ab. Einfache Mehrheit
entscheidet; bei Gleichstand entscheidet der Teilnehmer mit der meisten Bürgergunst, bei
erneutem Gleichstand gilt der Antrag als abgelehnt. Angenommen kommt die Karte in die
Beschlusslage und gilt bis Spielende; der Antragsteller bekommt 1 Bürgergunst. Es liegen
höchstens 5 Beschlüsse. Bei zwei Teilnehmern entscheidet der Antragsteller allein, und der
Gegenspieler hat ein Veto pro Partie. Sachkundige Bürger stimmen weiter mit.
Handel und Beleihung
Grundstücke, Geld und die Karte „Formfehler in der Satzung“ sind frei
handelbar. Bürgergunst und Klüngel-Chips nicht. Bebaute Grundstücke müssen vor dem Verkauf
abgeräumt werden. Unbebaute Grundstücke lassen sich zur Hälfte des Kaufpreises beleihen;
der Rückkauf kostet den Beleihungswert plus 10 %, aufgerundet auf volle 10 €.
Pleite
Wer nicht zahlen kann, verkauft zuerst Bauten und beleiht Grundstücke.
Reicht es nicht, übergibt er alles an den Gläubiger. Er scheidet nicht aus,
sondern wird sachkundiger Bürger: Er behält seine Bürgergunst, stimmt in jeder Ratssitzung
weiter mit, würfelt aber nicht mehr und kann die Wahl nicht gewinnen.
Der Wahltag
Erreicht der Marker den WAHLTAG, wird die laufende Runde zu Ende gespielt,
damit jeder gleich viele Züge hatte. Dann wird gewählt:
je Bürgergunst3 Stimmen
je Ortsteil im Besitz1
je Bauvorhaben1
je Leuchtturmprojekt4
je Verkehrsknoten2
je Versorger1
je volle 10.000 € Bargeld1
Klüngel-Krone−6
Beliehene Grundstücke zählen nicht. Bei Gleichstand gewinnt die höhere
Bürgergunst, danach ein Würfelwurf.